Eine sehr schöne Idee hatte Ende letzten Jahres meine Mittextine Heide Liebmann: Sie rief zu einer Adventsblogparade auf und bekam von 24 Experten und Expertinnen (und darunter sind sogar einige, die ich persönlich kenne, worauf ich stolz bin) eine Gedankensammlung zum Thema: Wie bringt man mehr Würze ins Marketing?
Und daraus hat sie nun ein wirklich auch optisch wunderschönes E-Book gemacht, das man hier – kostenlos downloaden kann (ca. 2,6 MB).
Ich habe noch nicht alle Beiträge darin gelesen, aber ich habe das bestimmte Gefühl, dass die Lektüre sich für alle Texter/innen und Konzeptioner/innen lohnen wird. Danke, Heide!
Als Freelancerin, die oft stundenlang vor ihrem PC hockt – bedauerlicherweise nicht immer nur wegen einer Flut von Jobs , sondern auch aus lauter Gefesseltsein von den täglichen Verlockungen des Internets – und das leider nicht immer in ergonomisch korrekter Haltung, ist es mir sehr wichtig, regelmäßig Sport zu treiben. Dafür habe ich zwei feste Termine in der Woche, einen vormittags und einen abends.
Blöderweise musste ich vor einiger Zeit meinen Standard-Vormittagskurs BBP von Dienstagvormittag auf Freitagvormittag wechseln. Und freute mich noch, dass der erst um 10 Uhr statt wie sonst um 9 Uhr begann, weil ich ja morgens eher so ein bisschen langsam in die Gänge komme als Eule. Bald aber musste ich feststellen, dass diese Zeitverschiebung einen Haken hatte.
Beim 9-Uhr-Timing war es gar keine Frage, dass ich mich fast nahtlos nach dem ausgiebigen Zeitungslesefrühstück direkt in meine Sportklamotten werfen und lostigern musste. Aber bis 10 Uhr ist ja gerade für eine Zwangsfrühaufsteherin doch noch viel Zeit vorhanden, da bietet es sich an, nein, drängt sich förmlich auf, noch schnell mal neugierig in seine E-Mails zu gucken und alle Bookmarks mal eben rauf- und runter zu surfen.
Was natürlich unweigerlich zur Folge hatte, dass ich des Öfteren am PC hängenblieb, weil Weiterlesen »
veröffentlicht, die ich wärmstens empfehlen kann. Ines, du bist keineswegs künstlerisch völlig unbegabt, ich finde, dieser kleine Leitfaden ist nicht nur fachlich, sondern auch optisch äußerst gelungen! :-)
Übrigens: Für alle, die sich nicht merken können, ob es das oder der Apostroph heißt:
Das Wort Apostroph (Auslassungszeichen) kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt »abfallend«. Und sozusagen »abgefallen« sind in einem Wort ein oder mehrere Buchstaben, wenn ein Auslassungszeichen gesetzt wird.
Wer bisher immer geglaubt hat, es heiße das Apostroph, soll sich in Zukunft vorstellen, es handele sich dabei um eine Art männlichen Apostel, der eine Auslassung predigt.
Die Apostrophe gibt es allerdings auch, sie bedeutet »feierliche Anrede«.
Ein großer Unterschied zwischen der Arbeit an Werbetexten und an Texten für Bücher ist, dass erstere in der Regel zu den Schnellgeborenen, dafür meist aber auch nur den Eintagsfliegen zählen. Bei letzteren dagegen dauert es viele Monate, bis sie sich aus den Geburtswehen den Weg ans Licht der Welt bahnen, erfreuen sich dafür aber auch in den meisten Fällen eines längeren Lebens … Und so passiert es mir immer wieder, dass ich ein großes Paket mit der Post erhalte, mich wundere, weil ich doch gar nichts bestellt habe, und dann voller Staunen und Entzücken meine Belegexemplare auspacke, an deren Existenz ich schon lange nicht mehr gedacht habe.
So erging es mir letzte Woche mit dieser hübschen Box hier. Ist ja auch schon ewig her, seit ich für den Kosmos-Verlag daran gearbeitet habe, und während der Übersetzung so tief in die urzeitliche Welt der Echsen tauchte, dass mir die Arbeit wie ein Ungetüm erschien. Nun, es wurde Sommer, es wurde Herbst und es wurde Winter und inzwischen hatte ich wirklich fast vergessen, was da gewesen war. Das Ganze nennt sich Die Box für Experten und ich denke, das stimmt.
Auch diejenigen von euren Kids, die schon Dutzende von Gummitieren, Dinobüchern, Dinospielen und Dinofilmen besitzen, könnten darin noch etwas Neues entdecken. Wer sich dafür interessiert, findet auf meiner Seite Übersetzung von Kinder- und Jugendbüchern weitere Details.
Und wo ich schon dabei sind, muss ich gleich noch etwas nachtragen: Bereits letzten Herbst kam nämlich Das große Vorschul-Paket von arsEdition heraus, das ich ebenfalls übersetzen durfte. Wann ich daran gearbeitet habe, kann ich mich allerdings beim besten Willen nicht mehr erinnern, das muss noch vor der Eröffnung dieses Blogs hier passiert sein …
Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen –:
Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.
(Rainer Maria Rilke, 22.9.1899, Berlin-Schmargendorf)
Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Kopenhagen sind eine Schande. Ich schäme mich für all diese vermeintlich so großen Politiker, die dort versammelt waren, und es nicht geschafft haben, verbindliche Emissionsziele zu vereinbaren. Ich schäme mich als Mitglied einer Industrienation gegenüber den Entwicklungsländern, die sich zu Recht verschaukelt fühlen. Ich schäme mich als Mutter, die vielleicht eines Tages von ihren Kindern gefragt wird: Warum habt ihr es so weit kommen lassen?
Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat den passenden Weihnachtsspot dafür schon parat: Der Karren ist im Dreck.
So, nun aber zu meinem bereits angekündigem Posting zum gestrigen sogenannten Advents-Urteil des BVG. Ich finde nämlich, dieses Urteil betrifft uns Freiberufler in ganz besonderem Maße. Und ich finde dieses Urteil nach langem Nachdenken darüber richtig gut.
Warum? Weil es leider heutzutage so ist, dass viele Agenturen und Verlage (ich spreche jetzt mal nur von meinen Auftraggebern) ganz selbstverständlich erwarten, dass man einem Freelancer am späten Freitagnachmittag (auch schon geschehen: Anruf am späten Freitagabend) noch mal schnell, schwuppdiwupp, einen Job rüberschieben kann, der bitte gleich, also bis spätestens Montagfrüh so gegen 9 Uhr, erledigt werden soll. Und wenn ich dann freundlich, aber bestimmt, darauf hinweise, dass in dem Fall aber ein Wochenendzuschlag bezahlt werden muss, begegne ich häufig großem Erstaunen. Ja, wieso denn das? Nein, also das könne man dem Endkunden Weiterlesen »
Eigentlich wollte ich heute etwas zum gestrigen Bundesverfassunggerichtsurteil schreiben, aber das muss warten. Denn dank Christa bin ich auf den Adventskalender von Tom gestoßen und hinter dessen erstem Türchen auf ein Projekt, das mich so bewegt, dass ich es gleich weiterposten möchte: den Straßenchor aus Berlin:
Im der Mediathek des ZDF könnt ihr die Folgen dieser Serie, die bisher liefen, anschauen.
Hach, seit heute kann man jeden Morgen noch viel mehr prokrastinieren als sonst, denn es gibt ja sooooooo viele tolle Adventskalender im Netz. Meine Kollegin Fiona hat dankenswerterweise eine schöne Zusammenstellung gemacht: Süßer die Adventskalender nie locken.
Da ist auch einer dabei, an dem ich maßgeblich beteiligt bin :-). Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Tina und Julia habe ich für die Protextbewegung ein Twitteratur-Rätsel gebastelt, bei dem es jeden Tag auch etwas zu gewinnen gibt. Ein bisschen Grips und Grübelei und Googeln lohnt sich also.
Ach und auf den Adventskalender der Süddeutschen Zeitung möchte ich auch noch hinweisen. Da müssen jeden Tag 10 echt knifflige Fragen beantwortet werden und zwar so schnell wie möglich. Die besten Spieler werden in einen Highscore eingetragen und können was gewinnen. Dabei lernt man sogar richtig was!